Gerne und vollem Herzen unterstützte ich in der vorletzten Kammervollversammlung der BK Graz & Umgebung als gewählter Mandatar des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) den "Dringlichen Antrag" des ÖVP-Bauernbundes zur "Vereinfachung der Pflichtdigitalisierung", deren Ausgestaltung ja wirklich einer Farce gleichkommt, da von den Bauern immer die "aktuellsten" Unterlagen verwendet werden müssen. Die Bürokratie wiehert also gewaltig...!!!
Doch nun kommt das Antwortschreiben der Landwirtschaftskammer Steiermark - unterfertigt durch den Präsidenten und höchsten Bauernbund-Funktionär Wlodkowski und seines Kammeramtsdirektors daher, indem "Verständnis für die Wünsche der AntragstellerInnen" ausgedrückt wird. Also, auf welcher Seite steht eigentlich die LK? Denn die steirischen Bauern brauchen kein lapidares "Verständnis", sondern tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Anliegen. Letzteres wäre wohl das Mindeste für eine Interessensvertretung, in der Pflichtmitgliedschaft besteht, meine ich. Wlodkowski schreibt weiters: "Die Landeskammer wird bei den verantwortlichen auf Bundesebene diesen Vorschlag zur Verwaltungsvereinfachung einbringen." Alles nebulos formuliert und selbstverständlich ohne Angabe, an wen (welche Person, welche Stelle) konkret ein allfälliges Schreiben nach Wien gerichtetet werden wird und ohne Angabe des konkreten Zieles der Intervention und klarer Weise auch ohne Fristsetzung versehen. Der Schluß daraus: Der gute Antrag wurde vom Bauernbund selbst komplett vernudelt und die MitgliederInnen des Land- und Forstwirtschaftskammer Steiermark wurden vom Bauernbund genussvoll an der Nase herum geführt.
Doch die Wählerinnen und Wähler werden sich diese respektlose "Behandlung" des Bauernbundes ganz sicher merken!
